Erst seit 1966
gibt es eine Schulpflicht für Kinder und Jugendliche
mit einer geistigen Behinderung und damit ein Recht
auf angemessene Förderung in einer Schule. Bis dahin
wurden diese Kinder von der Schulpflicht "befreit",
weil sie als "bildungsunfähig" galten. Sie konnten
allenfalls in sog. "Tagesstätten" betreut werden,
wie sie z.B. die Elternvereinigung "Lebenshilfe"
gegen Ende der fünfziger und vor allem Anfang der
sechziger Jahre einrichtete.
Die
Geschichte der Comeniusschule
Auch die
Comeniusschule geht hervor aus einer solchen
"Tagesstätte für bildungsschwache Kinder und
Jugendliche". Diese wurde im Frühjahr
1963 von der "Lebenshilfe für das geistig
behinderte Kind, Ortsvereinigung Schwetzingen e.V."
ins Leben gerufen.
1966 wird durch die Schulbehörde die
Tagesstätte als "Private Ersatzschule" genehmigt.
1969 wird der Rektor der heutigen
Comeniusschule, Peter Hippeli, vom Verein
"Lebenshilfe" mit der Leitung dieser "Staatlich
genehmigten Ersatzschule" beauftragt.
1970 wird die Schule "Ausbildungsschule" für
die Pädagogische Hochschule Heidelberg im neuen
"Fachbereich Sonderpädagogik".
1971 beschließt der Vorstand der "Lebenshilfe
Schwetzingen", die Schulträgerschaft an einen
öffentlichen Träger abzugeben.
1972 absolvieren die Schüler der Werkstufe
als erste Schüler einer Sonderschule für
Bildungsschwache in Baden-Württemberg ein
Betriebspraktikum in einer "Werkstatt für
Behinderte".
Der (damalige) Landkreis Mannheim-Land übernimmt am
1. August 1972 die Schulträgerschaft.
1973 ab 1. Januar übernimmt der neu gebildete
Rhein-Neckar-Kreis die Schulträgerschaft.
Der heutige Konrektor und Leiter der
Frühberatungsstelle, Helmut Franz, wird der Schule
als zweiter Sonderschullehrer zugewiesen.
1975 Einzug in das heutige Schulhaus in der
Nordstadt (Sudetenring 6).
1977 wird die "Frühberatungsstelle für
geistig behinderte und von geistiger Behinderung
bedrohte Kinder" an der Schule eingerichtet. Die
Leitung übernimmt Helmut Franz.
Ab dem 9. Mai trägt die Schule den Namen "Comenius-Schule,
Schule für Geistigbehinderte (Sonderschule)".
Erstes Schulfest am 1. Adventssonntag, das bisher in
ununterbrochener Folge in jedem Jahr stattfindet.
1984 wird der "Freundeskreis der
Comeniusschule" gegründet.
1985 bezieht der Sonderschulkindergarten der
Lebenshilfe sein neues Haus neben der Comeniusschule
und wird als "privater" Sonderschulkindergarten vom
Oberschulamt Karlsruhe der "öffentlichen"
Sonderschule für Geistigbehinderte zugeordnet.
1987 Beginn einer Zusammenarbeit zwischen
Gruppen der Comeniusschule und Kindern der
Nordstadt-Grundschule.
1989 erste gemeinsame Aktivitäten mit der
Neurott-Schule (Hauptschule) in Ketsch.
1990 ist das "Kurpfalz-Radio" mit einer
Live-Übertragung zum Thema "Kooperation zwischen
Sonderschulen und allgemeinen Schulen" zu Gast in
der Comeniusschule.
1992 erste gemeinsame Aktivitäten mit der
Schimper-Realschule Schwetzingen.
1993 feiert die Comeniusschule ihr 30
jähriges Jubiläum.
1994 Erste Außenklasse der Comeniusschule im
Gebäude der Neurott-Schule Ketsch (Grund- und
Hauptschule) mit dem Ziel einer "intensiven
Kooperation".
1996 Die zweite Außenklasse wird in der
Theodor-Heuss-Schule Oftersheim im 1. Schuljahr
eingerichtet.
1997 Ausstellung von Bildern und Skulpturen
der Comeniusschüler im Rathaus Schwetzingen.
1998 Zum ersten Mal beginnt eine Außenklasse
mit einer "intensiven Kooperation" in der
Hauptschule im 5. Schuljahr der Neurott-Schule
Ketsch.
1998/99 Erste ein- bis zweiwöchige Praktika
von Schülerinnen und Schülern in verschiedenen
Betrieben bzw. an unterschiedlichen Arbeitsplätzen
der Privatwirtschaft.
2000 Die Comenius- Schule feiert am 1. Juli
ihren fünfundzwanzigsten Geburtstag
2002 Einrichtung einer Außenklasse an der
Friedrichsschule in Plankstadt
2004 Einführen des Trainingwohnens in
Kooperation mit der Eugen- Neter- Schule Mannheim;
der Freundeskreis feiert sein 20jähriges Bestehen.
2005 Helmut Franz, Konrektor und Leiter der
Frühberatung geht in den Ruhestand, Heike Fetzer
übernimmt den Bereich Frühförderung, Wolfgang Müller
wird neuer Konrektor; Als neuer Außenklassenstandort
kommt Neckarhausen im Hauptschulbereich dazu
2007 Peter Hippeli geht in den Ruhestand,
Eleonore Frölich wird seine Nachfolgerin, es wird
eine Außenklasse an der WfbM Hockenheim eingerichtet